Mosel-Camino Etappe 2: Alken – Treis-Karden

Nach einem reichhaltigen Frühstück im Landhaus Müller starteten wir unsere 2. Etappe des Caminos bei regnerischem Wetter mit tiefhängenden Nebelfeldern bis hinunter ins Moseltal. Wir überquerten die Mosel und konnten  nochmals einen Blick zurück auf die Burg Thurant werfen, die mystisch in Nebelschwaden gehüllt über Alken thronte.

Blick auf Alken mit Burg Thurant

 


Tourdaten

Tourencharakter: Eine mittelschwere Wanderung mit längeren Abschnitten auf Asphalt (insbesondere auf den ersten 5 km der Wanderung) aber ansonsten sehr abwechslungsreich mit zum Teil sehr schönen Abschnitten auf verschlungenen Pfaden durch den Wald sowie breiten Wegen über weite Felder. Es sind zwei Anstiege zu überwinden, bevor es am Ende auf einem steilen und steinigen Pfad hinunter ins Tal nach Treis-Karden geht. Hier ist gutes Schuhwerk insbesondere bei nassem Wetter zu empfehlen.

Länge/ Dauer: 18,5 Kilometer/ 5:45 Stunden (mit Pausen)

Höhenmeter: 430 Hm

Ausgangs-/ Endpunkt: Alken bis Treis-Karden

Einkehrmöglichkeiten: letzte Möglichkeit bei Burg Eltz

Download file: Etappe_2.gpx

 


Tourbericht

Die Etappe gehört mit 18,5 km und 430 Höhenmetern noch nicht zu den längsten bzw. anstrengendsten Etappen des Caminos. Im Nachhinein betrachtet, war dies aus unserer Sicht jedoch nicht verkehrt, da wir uns somit langsam an das tägliche Wandern gewöhnen konnten.

Kurz nach dem Start in Alken überquerten wir die Moselbrücke und liefen zunächst ein gutes Stück auf Asphalt durch die Ortschaften Löf und Hatzenport an der Mosel entlang. Wie man auf dem nächsten Foto sieht, versprach das Wetter auch nach 5 Kilometern noch keine Besserung.

Regenwetter bei Hatzenport

Auf dem Weg trafen wir auf einen Feuersalamander, der auf dem Asphalt gar nicht so einfach zu erkennen war:

Gute Tarnung

In Hatzenport entdeckten wir das „Hatzenporter Geschichten-Häuschen“, aus dem monatlich thematisch wechselnde Geschichten zum Mitnehmen bereitgestellt wurden. Wie wir fanden die Idee toll und haben uns gleich eine Geschichte aus dem Häuschen entnommen. Leider war der Regen so stark, dass wir sie vor Ort noch nicht lesen konnten. Aber das machte nichts. Ich verstaute den Zettel sicher unter meiner Regenjacke und freute mich bereits auf den Abend, wo wir die Geschichte gemeinsam bei einem guten Essen lesen würden. Und wer weiß, vielleicht würde sie sogar thematisch zu unserer momentanen Lebenssituation passen und uns einen gewissen Denkanstoß vermitteln…

Hatzenporter Geschichtenhäuschen

Hinter Hatzenport begann der erste Anstieg und wir hatten wundervolle Ausblicke auf das wolkenverhangene Tal. Der Weg war jetzt sehr abwechslungsreich und bat sehr schöne Abschnitte auf schmalen urwaldähnlichen Waldpfaden.

Blick ins neblige Moseltal

Auf der Anhöhe gab es vom „Küppchen“ aus einen schöne Aussicht auf das Baybachtal. Der Weg führte uns ab ca. Kilometer 11 hinab zur imposanten Burg Eltz. Wie ein Märchenschloss lag diese Burg in einem Tal umgeben von dichten Wäldern und bereits vom Weitem sahen wir die lange Warteschlange von Touristen, die trotz der Jahreszeit und des schlechten Wetters, die Burg besichtigen wollten. Ein Schild am Ende der Warteschlange verriet uns: „Ab hier eine Stunde Wartezeit“. Leicht enttäuscht zogen wir weiter. So lange wollten wir einfach nicht im Wind und Regen stehen und auskühlen.

Burg Eltz

Nach der Burg begann der zweite und letzte Anstieg des Tages, der uns zu einer Schutzhütte mit sehr schönem Ausblick auf das Ziel unserer zweiten Etappe – Treis-Karden – führte. Bevor wir uns an den anstrengenden Abstieg machten, legten wir an der Hütte noch eine kleine Pause ein. Der Weg führte uns daraufhin schließlich über einen kleinen, steinigen Pfad teilweise sehr steil abwärts hinunter ins Tal.

Treis-Karden (linke Moselseite) Karden (rechte Moselseite)

Unten angekommen mussten wir noch einmal die Moselseite wechseln und die Brücke überqueren bis wir unsere Unterkunft für den heutigen Abend, die Pension am Markt erreichten. Die Pension bot ein einfaches Zimmer mit eigenem Bad. Auf dem Flur standen kalte (Wein, Bier, Wasser) und heiße (Kaffee und Tee) Getränke sowie kleine Snacks zu sehr fairen Preisen zur Verfügung.

Am Marktplatz befand sich auch eine kleine Pizzeria, die wir für unser Abendessen auswählten. Bei Pizza und Pasta führten wir unser Pilgertagebuch weiter, lasen unsere Geschichte aus dem Hatzenporter Geschichtenhäuschen und informierten uns noch etwas über die Burg Eltz. Laut unserem Pilgerführer war die Burg sogar auf dem 500 DM Schein abgebildet gewesen. Wer hätte das gedacht…

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