Mosel-Camino Etappe 4: Bullay – Traben-Trarbach

Nach einer erholsamen Nacht im „Moselinchen“ und einem reichhaltigen Frühstücksbuffet, starteten wir unsere 4. Etappe des Caminos, die uns von Bullay über Zell und Enkirch bis Traben-Trarbach führen sollte. Meine schlechte Vorahnung bezüglich meiner Ferse betätigte sich leider. Bereits auf dem Weg zum Frühstück kam ich kaum die Treppen runter und auch, als wir unseren Weg starteten konnte ich kaum den Fuß abrollen. Also humpelte ich zunächst vor mich hin, bis sich ca. bei Kilometer 4 wieder eine normaler Schritt einstellen konnte und ich mich eingelaufen hatte. Was für ein Beginn…

 


TOURDATEN

Tourencharakter: mittelschwere bis schwere Wanderung, da zwei langgezogene, steile Abschnitte (teilweise auch Treppen) bezwungen werden müssen. Eine gute Kondition ist sehr hilfreich. Auf der Strecke gibt es viele schöne Ausblicke auf das Moseltal.

Länge/ Dauer: ca. 25 Kilometer/ 8:30 Stunden (mit Pausen)

Höhenmeter: 710 Hm

Ausgangs-/ Endpunkt: Bullay bis Traben-Trabach

Einkehrmöglichkeiten: In Enkirchen gibt es mehrere Möglichkeiten, Burgruine Grevenburg

 

Download file: Etappe_4.gpx

 


Tourbericht

Das Wetter sah an diesem Tag freundlich aus, zumindest erwartete uns wohl kein Regen und gleich zu Beginn führte uns der Weg über eine doppelstöckige Brücke. Während über uns die Eisenbahn ratterte genossen wir den weiten Blick über die Mosel…

Eisenbahnbrücke bei Bullay

Ungefähr bei Kilometer 6 passierten wir den Ort Zell und bei Kilometer 16 Enkirchen. Hier beschlossen wir eine Gaststätte aufzusuchen um etwas zu essen und zu trinken. Unsere Wahl bereuten wir jedoch schnell, da wir schon deutlich freundlicher bedient wurden. Mit den Worten: „Was wollen Sie?“ und „Die Küche hat zu.“ wurden wir ziemlich barsch angefahren. Normalerweise wären wir gegangen, doch wir brauchten unbedingt eine Rast und wussten nicht, wo uns die nächste Gelegenheit zur Rast erwarten würde – also gaben wir uns mit etwas zu Trinken zufrieden. Letztendlich bot uns die Wirtin doch noch einen Zwiebelkuchen an…wie wohlwollend.

Doch der Aufenthalt in dieser Gaststätte hatte auch sein Gutes. Wir kamen mit einem ehemaligen Pilgerer ins Gespräch, der uns von seinen wilden Abenteuern und seinem Trip über die Pyrenäen erzählte. Ich hörte ihm gerne zu, doch wir mussten irgendwann doch weiter, wenn wir nicht erst im Dunklen ankommen wollten. Wir verabschiedeten uns und setzten unseren Weg fort, der immer wieder schöne Aussichtspunkte auf den Verlauf der Mosel brachte.

Blick ins Moseltal

Auf dem Weg…

Kurz vor Traben-Trarbach führt der Mosel-Camino direkt an der Burgruine Grevenburg entlang. An die Ruine schließt sich eine Gaststätte an, in der wir nochmals einen kurzen Halt einlegten. Man kann bis auf das Plateau der Ruine wandern, von wo aus man einen wunderschönen Ausblick über das Moseltal mit Traben-Trarbach genießt. Von hier heißt es jedoch wieder zurück auf den eigentlichen Weg gehen. Aus unserer Sicht ist die Beschilderung ein wenig irreführend angebracht, da sie statt auf den Camino direkt zum Eingang der Ruine und Gastwirtschaft zeigt. Wenn man etwas genauer hinsieht, findet man auch die „richtigen“ Markierungen. Doch für die schöne Aussicht und evtl. einen Pilgerstempel lohnt sich dieser Abstecher allemal.

Blick auf Burgruine Grevenburg

 

Traben-Trarbach

In Traben-Trarbach angekommen führt der Camino nicht weiter über die Brücke. Dies sollte man bei der Wahl seiner Unterkunft berücksichtigen.

Für diese Nacht hatten wir uns ein wenig Luxus gegönnt und uns im Parkhotel eingebucht. Preislich war dies etwas teurer als die anderen Unterkünfte, doch wir haben das schöne große Zimmer mit Ausblick auf das nächtliche Traben-Trarbach und die Mosel sehr genossen.

Hier geht es zurück zur Übersicht oder zu Etappe 5

Passend zum Thema:

Leave a Reply