Mosel-Camino Etappe 6: Monzel – Klüsserath

Die nächste Etappe sollte uns von Monzel über Klausen bis Klüsserath führen. Nach einem tollen Frühstück in der Unterkunft „Zimmer am Weg“ und einer sehr netten Verabschiedung von unseren Gastgebern begaben wir uns auf den Weg. Glücklicherweise war meine völlig durchnässte Hose vom Vortag bereits gut getrocknet.

Die Tour begann vielversprechend. Dichte Nebelschwaden hingen im Tal und zwischenzeitlich blitzte die Sonne hinter den Wolken hervor.


Tourdaten

Tourencharakter: Zwei Anstiege, davon ein langer Anstieg über 3,5 km direkt nach dem Start. Die Strecke verläuft weitestgehend durch Wald und Weinberge.

Länge/ Dauer: ca. 19 Kilometer/  6:30 Stunden (mit Pausen)

Höhenmeter: 450 Hm

Ausgangs-/ Endpunkt: Monzel bis Klüsserath

Einkehrmöglichkeiten: „Dorfladen“ in Klausen

Download file: Etappe_6.gpx

 


Tourbericht

Mit diesem tollen Frühstück begann unser Morgen. Unsere Gastgeberin ließ wirklich keine Wünsche offen. Am Vorabend hatten wir die Möglichkeit eine Auswahl an Obst, Gemüse und Auflage für das Frühstück zu treffen. Zusätzlich gab es Eier, Joghurt, O-Saft sowie Kaffee oder Tee. Der sonnig-gelbe gedeckte Tisch machte uns sofort gute Laune.

Frühstück am Morgen

Gleich zu Beginn ging es erstmal nur bergauf, vorbei an einer kleinen Kapelle und durch die Weinberge hindurch. Viele Weinbauern befanden sich bereits in den Bergen zur Weinlese. Die Wolken und der Nebel hingen noch tief in den Tälern. Ich fand es faszinierend, wie die Windräder aus dem Wolkenmeer auftauchten.

Wenig später ging es auf breiten Wegen in den Wald hinein. Jetzt kam auch die Sonne hinter den Wolken hervor und ihre warmen Strahlen brachen durch die Bäume hindurch.

Sonnenstrahl bricht durch Bäume

Nach ca. 8 Kilometern erreichten wir den Ort Klausen. Dort passierten wir die große Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung und legten dann eine Rast in dem kleinen schnuckeligen Dorfladen ein. Neben dem Laden befand sich eine Herberge und der Laden selbst war eine Mischung aus Bäckerei, Café, kleiner Supermarkt und Zeitungskiosk. Wir genehmigten uns ein Stück Käsekuchen und einen Cappuccino. Während wir dort saßen kam eine weitere Pilgerin in den Laden, die sich eine Pilgerstempel abholte. Wir freuten uns endlich mal einem weiteren Pilger zu begegnen, denn das war zu dieser Jahreszeit irgendwie echt selten, doch die Frau schien uns nicht wahrnehmen zu wollen. Auch als wir ihr draußen nochmals begegneten und wir direkt an ihr vorbeiliefen, schien sie uns geflissentlich zu ignorieren, indem sie stur in eine andere Richtung schaute und noch nicht mal grüßte. Achselzuckend gingen wir weiter und dachten uns unseren Teil. Einige wollen anscheinend echt in Ruhe gelassen werden….

Der Weg führte uns weiter durch bewaldetes Gebiet. Kurz vor Klüsserath befand sich nochmals eine kleine Waldkapelle am Weg, wo bereits einige Pilger eine Kerze entzündet haben.

Waldkapelle vor Klüsserath

Auf dem Weg gab es immer wieder schöne Ausblicke auf die Mosel. Auf der Höhe von Köwerich schossen wir das untere Panorambild.

Moselschleife bei Köwerich

Gegen 15 Uhr erreichten wir die Pension Hildegard Lex. Das ältere Ehepaar empfing uns sehr freundlich und überreichte uns den Schlüssel für unser Zimmer im ersten Stock des Hauses. Das Zimmer erinnerte mich an mein früheres Kinderzimmer…eine holzverkleidete Decke und viele Holzmöbel. Auch das anschließende Bad war eher altmodisch, doch für uns vollkommen ausreichend. Mein Blick viel auf den Stuhl in der Ecke und ich musste lachen. Das Bild was sich uns bot war urkomisch… ein Stuhl mit Socken. Bodenschoner sind ja sinnvoll aber wie kommt man bloß auf so eine Idee diese selbst zu stricken?

Stuhl mit Socken….

Klüsserath an sich hatte wirklich nicht viel zu bieten. Das stellten wir bereits fest, als wir in den Ort hineinliefen. Gegen Abend beschlossen wir uns etwas zu Essen zum Mitnehmen zu besorgen. Im Ort sollte es laut Aussage unserer Gastgeber ein Restaurant geben, dessen Koch angeblich ein Allround-Talent war, denn es gab dort von Italienisch, Indisch, Türkisch bis hin zu Schnitzel und Burger alles zu essen. Doch vor dem Restaurant angekommen mussten wir leider feststellen, dass es ausgerechnet heute (am Dienstag) geschlossen hatte. Also suchten und fanden wir das einzig offene Restaurant (eine Pizzeria) des Ortes. Der Abend war gerettet….

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