Mosel-Camino Etappe 8: Schweich – Trier

Die 8. Etappe des Mosel-Caminos führte uns über Ehrang und Biewer bis zu der Abtei St. Matthias in Trier. Die Strecke ist mit einigen Anstiegen nochmals etwas anstrengender, bietet aber bereits 6 Kilometer vor dem Ziel tolle Ausblicke auf die Stadt Trier und das Umland.


Tourdaten

Tourencharakter: 4 längere, teilweise sehr steile Anstiege, viele Treppen auf der Strecke, sehr schöne Ausblicke auf Trier

Länge/ Dauer: ca. 20,7 Kilometer/  6:30 Stunden (mit Pausen)

Höhenmeter: 465 Hm

Ausgangs-/ Endpunkt: Schweich bis Trier

Einkehrmöglichkeiten: wenig Einkehrmöglichkeiten auf der Strecke, ca. 4km vor Trier passiert man das Café/ Restaurant Weisshaus.


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Tourbericht

Nach einem sehr einfachen und etwas enttäuschendem Frühstück im Weingut Schiff ging es für uns weiter in Richtung Trier. Wir überquerten die L47 in Richtung Meulenwald mit Wanderparkplatz, passierten den Haardthof und wanderten von dort aus wieder in den Wald.

Bei Kilometer 7, kurz vor Ehrang, erreichten wir die Heidekapelle im Wald. Diese war mit Marienstatuen, Kerzen und Blumen reich geschmückt und es lagen einige Briefe von vorbeiziehenden Pilgern auf dem Altar.

Heidekapelle im Wald

Wir gelangten entlang des Kreuzweges weiter nach Ehrang. Leider gab es dort keine geeigneten Einkehrmöglichkeiten für uns, so dass wir den Ort hinter uns ließen, die Bahngleise sowie die Kyllbrücke überquerten und kurz darauf wieder in bewaldetes Gebiet wanderten.

Bei Kilometer 13,5 ging es über eine schwer begehbare Treppe hinab nach Biewer. Gleich links von uns sahen wir die Pfarrkirche St. Jakobus. Hier vereinten sich der Mosel-Camino und der von Köln kommende Jakobsweg. Der Weg führte uns weiter auf den Höhenweg, von wo aus wir bereits 6 km vor dem Ziel den ersten Blick auf Trier erhaschen konnten.

Blick auf Trier

Dem Höhenweg weiter folgend gelangten wir nach einem etwas beschwerlichen Anstieg zu einem sehr schönen, hoch über Trier liegendem Café, welches sicher einen Besuch wert gewesen wäre. Wir entschlossen uns jedoch zu einer nur kurzen Rast auf einem der dort vorhandenen Rastbänke und setzten unseren Weg weiter fort. Der Weg führt uns weiter bergab zur Kaiser-Wilhelm-Brücke, die wir zum anderen Moselufer hin überquerten. Unsere Unterkunft lag nun nur noch 2 Gehminuten entfernt, doch um zu unserem Endziel des Caminos, der Abtei St. Matthias, zu gelangen mussten wir noch gute 2,5 Kilometer an der Mosel entlangwandern. Schließlich war es geschafft und…

Abtei St. Matthias

…wir erreichten die Abtei und zündeten aus Dankbarkeit und Freude ein kleines Licht an. Wir waren vollkommen geschafft. Meine Ferse und mein Knie schmerzten fürchterlich, doch ich war glücklich.

Nun hieß es für uns nur noch die Unterkunft aufzusuchen und vielleicht noch ein wenig Trier zu besichtigen.

Porta Nigra in Trier

Altstadt in Trier

Übernachtet haben wir zum Abschluss im Gästehaus „Nadabei“ . Diese Unterkunft war mit 97 Euro für ein Doppelzimmer ohne Frühstück zwar etwas teurer, dafür aber sehr schön und das Frühstück am Morgen (gegen Aufpreis) war hervorragend. Zudem lag die Unterkunft sehr zentral und wir hatten nur kurze Wege zu Restaurants und den Sehenswürdigkeiten von Trier. Am unserem letzten Abend gönnten wir uns nochmal einen ausgiebigen Restaurantbesuch und genossen nochmals die schön beleuchtete Innenstadt von Trier. Am nächsten Morgen sollte uns dann die Bahn wieder zurück zum Hbf Koblenz und von dort aus zum Hbf Frankfurt a.M. bringen. Schön war`s.

Petrusbrunnen am Hauptmarkt

 

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