Sehenswürdigkeiten der Isle of Skye

Letztes Jahr im Oktober haben wir Schottland, genauer gesagt die Isle of Skye bereist. Dieses Fleckchen Erde hat uns beide wirklich sehr begeistert. Es ist zwar schon eine Weile her, dennoch möchten wir diese tollen Erinnerungen und Eindrücke hier teilen.

Unsere Unterkunft lag auf der Halbinsel Waternish, im schönen Norden von Skye. Von dort hatten wir einen herrlichen Blick über die Inseln von Lochbay bis hin zu den Äußeren Hebriden. Das Wetter war während unseres Aufenthaltes leider  miserabel. Ich würde mal schätzen, es hat circa zu 80 Prozent unserer Ferienwoche geregnet, und das so richtig. Aber egal, das konnte unseren Enthusiasmus trotzdem nicht stoppen. Wie sagt man so schön? Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung! Und los ging’s!

 

Unsere Tourentipps für die Isle of Skye

Coral Beaches

Für die Zeit unseres Aufenthaltes haben wir uns einen Mietwagen gebucht. Am ersten Tag besuchten wir die 25 Minuten entfernten, bei Dunvegon liegenden Coral Beaches, die „Korallenstrände“. Ganz in der Nähe befindet sich auch Dunvegon Castle.

 

Coral Beaches bei Dunvegon

Der wunderschöne weiße Sandstrand schmiegt sich in einem sanften Bogen in eine Graslandschaft. An schönen Sonnentagen wirkt das Wasser karibisch-blau. Die Coral Beaches sind nur zu Fuß zu erreichen. Auf einem Parkplatz konnten wir unser Auto stehen lassen. Auf einem 1,5 km langen Pfad durch das Naturgebiet entlang der Küstenlinie erreichten wir die kleine Bucht.

 

Old Man of Storr

Bei „The Old Man of Storr“ handelt es sich um eine 48 m hohe steil aufragende Felsnadel auf der Halbinsel Trotternish. Die Wanderung beginnt direkt von einem kostenlosen Parkplatz an der A855 nördlich von Portree. Der Aufstieg ist auch für ungeübte Wanderer kein Problem. Wir haben den Aufstieg trotz des starken Regens mit entsprechender Kleidung gewagt, aber auch bei augenscheinlich gutem Wetter ist das Mitführen von wetterfester Kleidung dort ratsam, da das schottische Wetter sehr launisch sein kann.

Ausblick beim Aufstieg zu „The Old Man of Storr“

Oben angekommen liegt die Felsnadel im dichten Nebel, was ihr noch zusätzlich etwas Bizarres und Mystisches verleiht. Wer möchte kann von dort aus noch weiter hoch zum Gipfel des Berges „The Storr“ steigen. Von dort aus genießt man einen wunderschönen 360° Grad Blick über die schottische Landschaft.

Old Man of Storr

 

Mealt Falls und Kilt Rock

Wir folgen der A855 in nördlicher Richtung und passieren dabei mehrere Parkplätze mit Aussichtspunkten. Bei den eindrucksvollen Mealt Falls die über den Kilt Rock ins Meer fließen legen wir einen Stopp ein. Hier ist es verdammt windig und wir sind dankbar für das Geländer, welches den Aussichtspunkt umgibt.

Mealt Falls

 

Duntulm Castle und Black Cottages

Weiter geht’s auf der A855 in Richtung Norden vorbei an Crofterhäusern, Cottages, Schafen und englischen Telefonzellen bis Duntulm Castle, welches dem Clan McDonald of Sleat gehörte. Eindrucksvoll thronen  die Überreste der im 14. Jahrhundert erbauten Wehranlage auf dem Felsen.

Duntulm Castle

Wir legen hier nur einen kurzen Stopp ein und fahren die Straße weiter hinauf bis zu dem Skye Museum of Island Life. Leider haben wir Pech und das Museum hat entgegen den angegebenen Öffnungszeiten bei Google geschlossen. Einige Black Cottages lassen sich trotzdem von Außen ansehen.

Ab hier endet unsere Tour für diesen Tag erst einmal und es geht zurück zum Cottage.

 

Quiraing

Den nächsten Tag verbringen wir mit einer der schönsten Wanderungen die ich bisher erleben durfte. Der Quiraing mit seinen imposanten Felsformationen ist wunderschön. Der kleine Pfad, der sich durch die Bergkette schlängelt hält wirklich spektakuläre Ausblicke für einen bereit. Für uns ist der Weg sehr anstrengend, da es nach mehreren Regentagen extrem matschig ist und gute Trittsicherheit erforderlich ist. Nicht nur einmal versinken wir bis zu den Waden im Schlamm. Zudem ist es durch Nebel und schlechte Sicht nicht gerade ungefährlich, da der Weg des Öfteren nahe der Abbruchkante heranführt. Bei all den Schwierigkeiten behalten wir eine Gesamtgehzeit von 3,5 Stunden bei 7,6 Kilometern bei.

Quiraing

Quiraing

 

Oben am View Point angekommen ist der Wind so heftig, dass wir denken, es fegt uns vom Felsen. Von daher halten wir dann doch gebührenden Abstand zur Kante.

 

Fairy Glen

Fairy Glen bei Uig ist das Tal der Feen. Die Landschaft mit den kleinen Weihern, den geriffelten Grashügeln und knorrigen Bäumen ist hier wirklich märchenhaft. Mittendrin befindet sich Castle Ewen. Das ist keine Burg oder ein Schloss, sondern eine Felsformation die wie ein Wächter über dem Tal thront. Entstanden ist alles durch Urzeitenmächte, durch Gletscher, aber wenn man es sich so ansieht, hätte es doch das Werk von Feen sein können.

Fairy Glen

Fairy Glen mit Castle Ewen

 

Fairy Pools

Am Fuße der Black Cullins befinden sich die Fairy Pools. Dabei handelt es sich um eine Aneinanderreihung von kleinen Wasserfällen, Kaskaden und Staubecken über mehrere Kilometer hinweg. An Sonnentagen leuchtet das Wasser türkis-blau. Den Einheimischen zufolge sollen hier die Feen wohnen. Am Parkplatz angekommen warnt man uns bereits vor. Das Flüsschen, welches man zu überqueren hat und das normalerweise nur ein dünnes Rinnsal ist, wurde durch die letzten Regentage zum reißenden Strom. Eine Überquerung ohne bis zu den Knien komplett durchnässt zu werden ist kaum möglich. Zudem ist der Untergrund extrem glitschig. Wir wagen den Sprung ins kalte Wasser, Schuhe aus, Hosenbeine hoch und los geht’s.

Wir haben es geschafft! Vor den Pools noch einmal über einige Steine hüpfen und da waren wir.

Fairy Pools

 

Alles in allem war es eine wirklich ereignisreiche Woche. Wir hatten Sorge, dass eine Woche nicht ausreichen würde um die Isle of Skye erkunden zu können, doch wir mussten feststellen, dass wir gesättigt von wunderbaren Eindrücken zurückfliegen konnten. Zudem hatten wir nach der Tour im Quiraing noch einen Tag Pause eingelegt. Während des Dauerregens haben wir uns mit einer Tasse Tee und einem guten Buch vor dem Kamin gesetzt, den Blick auf Lochbay genossen und einfach in den Tag gelebt.

Unser Fazit: Wir waren zum ersten Mal in Schottland, aber mit Sicherheit nicht zum letzten Mal.

 

Autor: Christina

 

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